Feuchtemessung in Materialien
Die Betonqualität hängt maßgeblich vom Wasser-Zement-Verhältnis im Mischprozess ab. Bei der Betonherstellung muss der Feuchtegehalt der Gesteinskörnungen auf Zehntel von Prozent genau bekannt sein, um Qualitätsschwankungen zu minimieren und den Zementeinsatz zu optimieren. Eine sorgfältige Dosierung und Mischung der Komponenten ist entscheidend für die Herstellung von tragfähigem und dauerhaftem Beton.
WCM411 – Optischer Feuchtesensor
Der WCM411 ist ein hervorragender optischer Feuchtesensor für die kontinuierliche Messung des Feuchtegehalts von Gesteinskörnungen. Der Sensor verfügt über einen eingebetteten Mikroprozessor und nutzt LEDs als Lichtquellen. Er liefert ein analoges Stromsignal (4…20 mA) für Prozessautomatisierungssysteme sowie eine RS232-Schnittstelle für Wartung und Überwachung.
Der Feuchtegehalt wird als prozentualer Anteil des Wassers am Trockengewicht der Gesteinskörnung angegeben. Der Sensor eignet sich besonders für den Einsatz über Förderbändern oder Silozuführungen zur Messung des Feuchtegehalts in bewegten Schüttgütern.
Hauptmerkmale: Berührungslose optische Messung, robuste Konstruktion für industrielle Umgebungen, einfache Integration in bestehende Prozesssteuerungssysteme, kontinuierliche Echtzeitüberwachung ohne Probenahmeverzögerung, hohe Wiederholbarkeit und Messgenauigkeit.
Einsatzbereiche
Der WCM411 wird insbesondere in der Betonfertigteilindustrie, in Transportbetonwerken sowie bei Produzenten von Gesteinskörnungen und anderen Schüttgutmaterialien eingesetzt, bei denen eine genaue Feuchtemessung für die Prozess- und Qualitätskontrolle entscheidend ist.
Die Software VipuNET wird mit dem WCM411 mitgeliefert
Häufig gestellte Fragen – Feuchtigkeit in Materialien
Warum muss der Feuchtegehalt von Gesteinskörnungen gemessen werden?
Die Feuchtigkeit in der Gesteinskörnung ist Teil des Gesamtwassergehalts der Betonmischung. Wird sie nicht gemessen, schwankt das Wasser-Zement-Verhältnis von Charge zu Charge — und damit auch Festigkeit und Qualität des Betons. Bei tragenden Bauteilen wie Fundamenten, Stützen und tragenden Platten ist diese Schwankung nicht akzeptabel. Eine kontinuierliche Messung hält die Dosierung unter Kontrolle und stellt sicher, dass jede Charge denselben Qualitätsstandard erfüllt.
Wie funktioniert der Feuchtesensor WCM411?
Der WCM411 ist ein optischer Sensor, der die Feuchtigkeit von Gesteinskörnungen berührungslos misst. Über einem Förderband oder einer Silozuführung positioniert, sendet er Licht auf das bewegte Material und analysiert das reflektierte Signal. Der Feuchtegehalt wird als prozentualer Wasseranteil am Trockengewicht der Gesteinskörnung berechnet. Die Messung erfolgt kontinuierlich und in Echtzeit — nicht anhand einer Stichprobe zu einem einzelnen Zeitpunkt.
Kann der Sensor in das Automatisierungssystem eines Betonwerks integriert werden?
Ja. Der WCM411 liefert ein analoges Stromsignal (4–20 mA), die Standardschnittstelle für industrielle Prozessleitsysteme. Der Feuchtewert fließt direkt in das Dosiersystem ein, das die Wasserzugabe automatisch anpasst, um das angestrebte Wasser-Zement-Verhältnis einzuhalten. Eine RS232-Schnittstelle unterstützt zusätzlich Überwachung und Kalibrierung über die mitgelieferte VipuNET-Software.
Für welche Materialien und Installationsarten ist der WCM411 geeignet?
Der Sensor ist primär für Gesteinskörnungen in der Betonindustrie konzipiert — Sand, Kies und Schotter. Er ist auch geeignet zur Feuchteüberwachung in Asphaltmischwerken, Brech- und Siebanlagen, Kiesgruben, Papier- und Kartonfabriken sowie anderen Schüttgutströmen in der Prozessindustrie. Typische Installationspunkte sind Förderbänder, Silozuführungen und Silo-Auslauföffnungen.
Wie oft benötigt der Sensor Wartung?
Der WCM411 ist ein berührungsloses Fernmessgerät und unterliegt daher keinem Verschleiß durch abrasives Material. In der Praxis ist die einzige regelmäßige Maßnahme die gelegentliche Reinigung der Linse. Ansonsten arbeitet der Sensor autonom mit automatischen Software-Updates.
Wie genau ist die Messung, und wie erfolgt die Kalibrierung?
Die Kalibrierung erfolgt im Kalibrierungsfenster der VipuNET-Software, in dem der Sensorausgang mit dem bekannten Feuchtegehalt des jeweiligen Messmaterials abgeglichen wird. Die Kalibrierung ist materialspezifisch, was über verschiedene Gesteinskörnungsarten hinweg genaue Ergebnisse sicherstellt. Nach der Kalibrierung ist die Messung kontinuierlich und stabil.
Kann ein WCM411 mehrere Silos oder Förderbänder überwachen?
Ein Sensor überwacht einen Materialstrom. Wenn ein Werk mehrere Silos oder Förderbänder mit unterschiedlichen Gesteinskörnungstypen hat, kann an jedem Punkt ein eigener Sensor installiert werden. Die VipuNET-Software unterstützt die Überwachung mehrerer Sensoren.
Wo erhalte ich weitere Informationen oder ein Angebot?
Kontaktieren Sie Teconer per E-Mail an info@teconer.com oder telefonisch unter +358 10 583 0020. Sie können auch das WCM411-Datenblatt herunterladen und den begutachteten Forschungsartikel über optische Feuchtemessung lesen, veröffentlicht in Nordic Concrete Research.